Kerstin Hoffmann hat die charmante Idee einer Blogparade gegen Schreibblockade ins Leben gerufen. Jeder, der versucht, geistige Ergüsse in elektronische Tinte zu gießen, dürfte das Phänomen kennen. Da ich beruflich darauf angewiesen bin, regelmäßig fertige Artikel abzulifern, habe ich einige Strategien gegen die Angst vor dem weißen Papier/Screen entwickelt.
Meine Rezepte unterscheiden sich vom Standort, wo ich mich gerade befinde.
Mein bestes Rezept lautet dazu, ein Wannenbad zu nehmen.Kaum lasse ich mich in die warmen Wogen sinken, kommen mir gute Ideen. Falls jemand ein wasserdichtes Diktiergerät empfehlen kann …?
Nun ahne ich, dass mein Antrag, Badewannen im Großraumbüro aufzustellen, auf Skepsis stoßen könnte. Dort habe ich zwei probate Mittel entwickelt. Erster Schritt ist ein Abtauchen in Musik via Kopfhörer. Dabei funktioniert für mich Musik ohne Gesang am Besten. Hilfreich ist auch ein kurzes Aufstehen, um sich einen Tee zu kochen. Die Zeit, die ich gezwungen bin, darauf zu warten, dass das Wasser im Wasserkocher die richtige Temperatur hat, ist eine ideale Zeit für Ideen. Es funktioniert allerdings nur, wenn man allein in der Teeküche ist. Die Eskalationsstufe ist ein Gang rund ums Karree.
Passend zu dem Thema möchte ich auch einen alten Beitrag von John Cleese empfehlen, in dem er erklärt, wie Kreativität entsteht und was für ihn dafür notwendig ist. Wer wäre ich, John Cleese zu widersprechen?

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