Ungeliebte Urlaubsziele

Neulich verwickelte mich eine Bekannte in ein Gespräch über Urlaub. Sie ist noch recht jung und immer an neuen interessanten Reisezielen interessiert. sie stellte mir die Frage, wohin ich keinesfalls noch einmal verreisen würde. spontan viel mir nur ein, dass ich als Jugendlicher mal drei Wochen mit meinen Eltern in Österreich Urlaub gemacht hatte. die Unterkunft war in einem liebevoll eingerichteten Bauernhof und die Gastgeber unglaublich freundlich. Leider regnete es die gesamten drei Wochen. Ich lernte sämtliche Bergwerke und Heimatmuseen der Umgebung kennen. Danach wollte ich nur noch an Orte reisen, die eine höchst geringe Regenwahrscheinlichkeit aufweisen. Das hielt ich eine ganze Weile durch, bis ich von zwei F’reundinnen zu einem gemeinsamen Trip nach Irland überredet wurde. Ich bekam dort am zweiten Tag einen Sonnenbrand. Auch nach Österreich kehrte ich zurück und verlebte dort viele wundervolle, meist winterliche Stunden.

Es fällt mir auch nach längerem Nachdenken lediglich ein ziel ein, wohin ich nicht mehr zurückkehren wollen würde. Als junger Erwachsener reiste ich mit Freunden nach Spanien in einen kleinen Küstenort mit Namen Lloret de Mar. Die günstige Unterkunft mit charmantem Blick auf einen Schrottplatz und Essen, das gegen die UNO-Menschenrechtskonvention verstieß, war nur das Sahnehäubchen auf einem Urlaub, den man im Idealfall als interessante Erfahrung abbuchen kann. Was mit einem Küstenort passiert, in den im Sommer jedes Jahr zehntausende Jugendliche zum Feiern hereinbrechen, kann sich der geneigte Leser sicher vorstellen. Der Urlaub war aber insofern hilfreich, als er mir zeigte, wie ich in Zukunft nicht meinen Urlaub verbringen wollte. Es folgten stattdessen viele Urlaube zu wirklich großartigen Reisezielen. Die Art des Reisens veränderte sich noch einmal durch die Geburt […]

Zeit in Zinnowitz

Das erste Mal war ich kurz nach der Wende in Zinnowitz. Der Ort wirkte noch ein wenig wie in einem Dornröschenschlaf. Unsere Unterkunft war eine Ferienwohnung nahe der Bahngleise, über deren altmodische DDR- Einrichtung wir uns amüsierten. Sie war klein aber das störte uns nicht. Zweisamkeit die gewollt ist, kommt auch auf kleinem Platz liebevoll miteinander aus. Der Strand faszinierte mich. Er war, wenn man einige Schritte Richtung Penemünde ging, von einer unberührt wirkenden Wildheit, die ich bis dahinnicht  von der deutschen Küste  kannte. Er war menschenleer und die gefühlte Weite war grandios.

Der Strand ist immer noch sehr schön, wenn auch kultivierter. Das Baltic Hotel nach wie vor ragt hoch über den Strand wie ein Fels vergangener Zeiten. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben von einer tiefenentspannten jungen Strandkorbverleiherin einen Strandkorb gemietet. Er ist Ausgangsbasis für wilde Fußballmatches kleiner Erdenbürger gegen Große. Aus der Zweisamkeit von damals sind 16 Personen geworden.  Sechs Erwachsene und ein Rudel Kinder. Die kleine Ferienwohnung ist dem Familienzimmer im Casa Familia gewichen. Das Wasser ist eiskalt. Einige Mutige stürzen sich bereits hinein. Ich kann noch warten, auch wenn ich das Gefühl von Salzwasser auf der Haut vermisse. die Füße müssen erst einmal reichen.

Der Ort gibt sich sehr viel Mühe, Kaiserbad zu sein, auch wenn er es nicht sein kann. In schicken Boutiquen wird Markenmode angepriesen. Es finden sich auch Labels aus dem nicht so fernen Berlin. Auf einem großen Platz vor dem denkmalgeschützten und langsam verfallenden Kulturhaus zeigen Künstler, was sie mit dem Material Holz anstellen können. Liebevoll bearbeitet ein älterer Mann den jungen Holzbusen seiner Statue mit einer Feile. Auf dem nahen Markt findet sich zur Freude aller Skurilitätenliebhaber ein Wahrsagerzelt.  Dank Himmelfahrt ist es voll. […]

Blogparade zur re:publica13

Es gibt die charmante Idee, in drei Bildern die persönlichen Momente der re.publica13 zu schildern.

Unter #rpStory13 kann man sie teilen.

 

Hier sind meine drei Bilder:

Das erste Bild ist für mich ein Highlight, weil ich in der Speakers-Liste direkt hinter meiner deutlich berühmteren Namensvetterin zu finden bin.

Es war nicht mein erster Vortrag, aber bei der re.publica dabei zu sein ist schon etwas Besonderes. Wichtig waren mir auch die Vorträge mit überraschenden Highlights. Von bestrickten Panzern bis zu einer Toprunde des Onlinejournalismus war alles dabei. Letztendlich macht aber für mich das Drumherum die re.publica aus. Vom Sweetup bis zum viel genannten Klassentreffen.

Es hat viel Spaß gemacht und ich danke für die guten Gespräche.

 

 

Der Stern versteht Twitter nicht

Heute auf dem Weg zum Sport fiel mein Blick auf ein neues Plakat des Stern.

Die Kernbotschaft lautet: In einem 140–Zeichen Tweet kann man keine Abenteuer erzählen. Nun kann man über diese Kernbotschaft streiten. Es mag an mir vorbei gegangen sein, dass jemand behauptet        hat, man könne in 140 Zeichen Abenteuer erzählen.

Für mich lautet die aussage des Plakates allerdings: Der Stern hat Twitter und seine Möglichkeiten nicht verstanden. Das ist umso unverständlicher, weil der Stern auf Twitter durchaus recht aktiv ist. Der    Stern verfügt über acht verschiedene Twitter-Kanäle, die unterschiedliche Themen bearbeiten. Auf dem Hauptkanal gibt es die Nachrichten des Tages in 140 Zeichen.

Noch mehr gefällt mir Stern Reise. Deren Profil verspricht: In 140-Zeichen um die Welt. Um die Welt geht, aber Abenteuer geht nicht?

Na gut, wenn ihr meint.

Die Hölle ist für Jeden verschieden (1)

Ein IT-Security Spezialist kommt in die Hölle. Als er hungrig wird, führt man ihn in ein mondänes Restaurant. Ein Teufel in Kellneruniform erscheint und erklärt ihm, das Tagesgericht sei  Jamie Olivers Couscous-Salat Tandori Hühnchen auf Reis. „Das klingt gut“ meint der gute Mann, aber wo ist der Haken? Lächelnd antwortet der Kellner-Teufel: „Jedes Reiskorn ist mit einem Captcha gesichert“. 

Meine Fanpage ist geiler als deine Fanpage

Ich war letztens auf einer Konferenz zum Thema Contentmarketing. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die ich weiterempfehlen würde. Bei einem Vortrag ging es um die Vorherrschaft einer Marke im Social Web. Mich stört nicht, wenn man auf die Marktführerschaft hingewiesen wird. Das kann mitunter auch hilfreich sein. Was mich aber stört ist, wenn explizit Andere aufgeführt und als schlechter dargestellt werden. Natürlich sollte man als Unternehmen schauen, wie man zur Konkurrenz aufgestellt ist. Neudeutsch wird ja alles gebenchmarkt, was die Metriken hergeben. Die Frage, ob und wie man sich in der Außendarstellung über die Konkurrenz stellen sollte, ist ja an sich so alt wie die Diskussion um vergleichende Werbung. Nur hat vergleichende Werbung bereits exisitert, als noch niemand was vom Social Web geahnt hat. Die Frage, die sich stellt ist, ob diese Art von Vergleichen sich durch Social Media verändert hat oder sich verändern sollte. Vergleichende Werbung wird gern genutzt, weil sie viel Aufmerksamkeit generiert. Sie ist in Deutschland erlaubt, wenn man die rechtlichen Grenzen beachtet. Teilweise werden die Grenzen bewusst überschritten, da man sich davon eine Rendite trotz einer möglichen rechtlichen Niederlage verspricht. Als Risiko gilt, dass die Marke dabei negativ wahrgenommen werden kann. Die Frage ist, ob sich durch Social Media die Sichtweise verändert. Social Media ist keine Kampagne. Müssen sich Unternehmen  ethisch korrekter Verhalten, die im Web aktiv sind?
Man kann natürlich sagen, wenn man Social Media mit einem Gespräch mit Freunden vergleicht, na wo wird denn da nicht gelästert und verglichen? Mein neuer Rechner ist schneller als der vom X. Die neue Freundin vom Y ist ja dumm wie Brot und habt ihr schon den hässlichen Gartenzwerg im Garten von U gesehen? 
Nur würden wir auf Dauer mit Jemandem […]

Angriffswelle auf WordPress-Blogs

Derzeit läuft mal wieder eine Angriffswelle gegen WordPress-Blogs. Die Kollegen von t3n waren so freundlich, in einem Artikel zu beschreiben, wie man das blog sicherer machen kann. Schick finde ich den dort verlinkten Tipp, den Admin-Bereich noch einmal mit einem weiteren Passwort zu sichern.
ein paar schöne Ideen, wie man sichere Passwörter kreiert findet ihr auch in diesem englischen Wiki.
Ich wünsche euch eine sichere Woche.

Kreativität

Kreativität

Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem neuen (alten) Blog. Ich habe 2006 auf blog.de mit dem Weltenweiser-Blog begonnen. Leider sind die technischen Möglichkeiten dort sehr eingeschränkt. Es gibt auch keine komfortable Möglichkeit, die alten Beiträge außer in PDF-Form zu retten. Ich werde einen Teil vielleicht hier hinüber retten und in einer eigenen Kategorie anlegen, damit dies nicht allzu viel Verwirrung stiftet. Neue Technik macht noch kein lebendiges Blog. Mir ist aber gerade wichtig, auch mal ein paar neue Sachen auszuprobieren.Wichtig ist mir beispielsweise die bessere Integration meiner Fotos. Ich habe bei blog.de dafür Geld bezahlt, dass das Blog werbefrei blieb. Das soll sich hier zunächst auch nicht ändern.

Warum ist es also so still geworden im alten Blog? Vieles hat sich seit 2006 geändert. Ich kann jetzt sehr viele Gründe dafür anführen, warum ich keine Zeit mehr zum Bloggen gefunden habe. Arbeitstechnische, familiäre und auch rein technische Gründe. Twitter ist so ein technischer Grund. Habe ich einen Teil meiner Arbeitszeit doch mal vor vielen Jahren damit verbracht, Nachrichten auf kurze Zeichenzahl zu trimmen, fiel mir mit twitter ein ideales Spielzeug in die Hände. Ich schreibe oft ausgehend von einem Satz, einem Gedanken. Es fasziniert mich auch, diesen möglichst kurz zu fassen. Was also früher  als Blogpost gestartet ist, hat sich jetzt häufig bei twitter wiedergefunden. Meine Faszination für Bilder hat teilweise Instagram mit seinen Kumpanen befriedigt. Der Drang zu schreiben wurde durch die zeitweilige Betreuung von neun Blogs bei der Arbeit begrenzt. Meine Familie erfordert mehr Zeit als beim Bloganfang was mich freut und es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, die es mir leicht machen würden, mit dem Bloggen aufzuhören.

Aber warum habe ich damals angefangen? Es ist die Lust am Schreiben. Ich habe nie […]