Archiv für den Monat: August 2014

Warum ich seit kurzem gegen ein Pflichtfach Informatik bin

MausIch gebe es zu. Ich habe meine Meinung für ein Pflichtfach Informatik um 180 Grad gedreht. Bis vor kurzem erschien es mir mit Blick auf die Zukunft sinnvoll, dass es ein Pflichtfach Informatik gibt und die Kinder eine Programmiersprache lernen sollten, ähnlich wie Englisch oder Französisch. Letztens wurde die Notwendigkeit für ein Pflichtfach Informatik auch damit begründet, dass die Menschen in Zukunft ihre Umwelt nicht mehr verstehen würden. Ich mag den gerade verlinkten Artikel, bezweifele aber, dass die Menschen bereits derzeit ihre Umwelt verstehen. Einfach mal den freundlichen Nachbarn oder sich selbst fragen, wie genau denn nun das ABS-System am Auto funktioniert, wie eine Kreditkarte hergestellt wird oder wofür die Vitamine E und K im Körper wichtig sind. Von der Frage abgesehen, was man für den Informatikunterricht aus dem derzeitigen Pflichtprogramm der Schüler entsorgt, gibt es ja ohnehin die interessante Vision, dass die Informationen in naher Zukunft ohnehin alle im Netz zu finden sind und man sich stattdessen mehr darauf konzentrieren müsste, das Auffinden und selbstständige Lernen zu fördern. Doch ich schweife ab.

Was mich zur Meinungsänderung getrieben hat ist eine gute Portion Pessimismus gemischt mit einer Retrospektive und einem Löffel Realität. In meiner Schulzeit wurde bereits das Fach Informatik angeboten. Ich war mit einigen wenigen Interessierten an dem Thema eigentlich Hauptzielgruppe des Faches. Dummerweise hat es dann keiner von uns freiwillig belegt. Die Gründe waren einfach. Die Computer waren, wie wir wussten, hoffnungslos veraltet und die Programmiersprache, die gelehrt wurde, ähnlich tot wie altgriechisch. Nun kann man immer sagen, man lernt das Prinzip zu verstehen. So wie Latein einem helfen soll, die Grammatik zu verstehen. Nur, hatten wir als Schüler schlichtweg keine […]

Was kostet eigentlich die SXSW?

sxsw Die SXSW in Austin ist eine der interessantesten Veranstaltungen für Menschen, die sich mit Netzthemen auseinandersetzen. Warum das so ist, haben andere schon recht gut erläutert, z. B. hier oder hier. Es gibt neben dem Interaktive-Part dort noch eine ganze Menge zu sehen, was auch Musik oder Filmenthusiasten lockt. Ich beschränke mich aber erst mal auf den interaktiven Part. In Deutschland ist etwas vergleichbares derzeit nicht in Sicht. Auch die leweb in Paris ist gegen die SXSW so etwas wie der kleine Bruder. Leider ist ein besuch bei der SXSW nicht billig, weshalb sich die meisten Chefs in Deutschland dagegen sträuben dürften, einen solchen Trip in die USA zu bezahlen.
Ich habe deshalb im letzten Jahr beschlossen, auf eigene Kosten zur SXSW zu reisen. In diesem Artikel will ich etwas näher auf die Kosten eingehen, mit denen man rechnen muss, wenn man sich dazu entschließt, die SXSW auf eigene Faust zu besuchen.
Die Preise sind in diesem Jahr stabil geblieben. Wer sich nur für den Interaktive-Part interessiert, benötigt ein Interaktive-Ticket. Das kostet in der ersten Phase des Verkaufs 850 $ bis hin zu 1295 $ für Kurzentschlossene (ein Platinum-Badge für das gesamte Angebot als Early bird 1345 $). Das ist auch der Preis, den ich letztes Jahr für das Ticket gezahlt habe. Man kann natürlich als Medienschaffende rauch versuchen, als Journalist akkreditiert zu werden. Allerdings ist sind die Hürden dafür höher als bei einer 0815-Messe in Deutschland.
Generell gilt, den Trip möglichst frühzeitig zu planen. Ich hatte im letzten Jahr meine Reisevorbereitungen bis zum September abgeschlossen. Also gut sechs Monate vor Beginn. Das sicherte mir zum einen das erwähnte early bird […]