Archiv für den Monat: April 2014

Wie es bei uns um die lokale Bildungspolitik bestellt ist.

Man hat sich bei uns in meinem Berliner Bezirk gedacht, sparen wäre gut. Das finde ich erst mal nicht verkehrt. Deshalb hat man ein Rathaus verkauft. Die dort bisher untergebrachten Institutionen wie das Vermessungsamt sollen in ein anderes Rathaus weichen. Dort ist natürlich kein Platz. Deshalb kam man auf die Idee, die Bibliothek aus dem Rathaus in ein nahes Hortgebäude der Schule meiner Kinder zu verpflanzen. Okay, die Räume wurden gerade erst vor fünf Jahren teuer für den Hortbetrieb umgebaut. Man hat auch eine Förderung erhalten, weil man versprach, die Bibliothek auszubauen und das Hortgebäude ist kleiner als die alte Bibliothek, weshalb wohl die Erwachsenbibliothek bei dem Umzug drauf geht. Macht nichts, man kann das ja Mal so beschließen. Damit man sich nicht mit möglichen Problemen belastet, macht man das natürlich, ohne die Betroffenen wie die Schulleitung oder die Elternvertretung vorher zu fragen. Hätte man das getan, hätte man nämlich unangenehme Dinge erfahren. Wie zum Beispiel, dass in einem der beiden Hortgebäude bereits eine Klasse untergebracht werden musste, weil in der Schule bereits akuter Raummangel herrscht. Oder das der Hort derzeit bereits überbelegt ist und man keine Ahnung hat, was man mit den 70 Kindern machen soll, die der Bibliothek weichen sollen, die natürlich auch nicht umziehen mag. (mehr …)

Die schwerste Rede meines Lebens

214214779Eigentlich halte ich gerne Reden oder Vorträge. Ich mag die Interaktion mit dem Publikum und es macht mir Freude, die passenden Formulierungen für eine Rede zu finden. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, mich vor einer öffentlichen Ansprache gegruselt zu haben. Vielleicht mal in der Grundschule, aber das ist lange her. In der Oberschule habe ich einmal eine Rede gehalten, die nicht gewertet wurde. Es war eine selbst geschriebene Rede eines fiktiven Politikers, die viele Sätze aber keinerlei Aussage enthielt. Ich habe lange an den Formulierungen gefeilt, die keinerlei wirklichen Sinn ergaben, nur Worthülsen waren. Ich wurde von der Lehrerin dazu verdonnert, eine zweite Rede zu schreiben, obwohl meine wahrscheinlich die mit Abstand aufwendigste Rede vom Erstellprozess bis hin zum Halten gewesen war. Die zweite Rede war dann ein Pamphlet über eine Fast-Food-Kette komplett in Reimform, die sie erstaunlicherweise anerkannte.
Jetzt habe ich eine Rede gehalten, vor der ich mich gefürchtet habe. (mehr …)

Warum sinkende Markenreichweite bei Facebook für den Nutzer nicht so toll ist.

In letzter Zeit wurde einiges zur sinkenden Markenreichweite auf Facebook geschrieben. Es wurde sich beschert (z. B. von der Nestlé-Chefin) und es wurde sich dem von mir geschätzten Thomas Knüwer darüber lustig gemacht, dass sich darüber beschwert wird.
Ich gebe Thomas Knüwer völlig recht, wenn er meint, es sei absehbar gewesen, dass die Markenreichweite bei Facebook sinkt. Wenn etwas gut monetarisierbar ist und ein angefixter Kunde vorhanden, wäre es verwunderlich, wenn ein Unternehmen nicht marktwirtschaftlich handeln würde.
Das erinnert so ein wenig an den angefixten Heroinkäufer, der sich wundert, dass der Folgeschuss nicht mehr kostenfrei ist. (mehr …)

Cleveres Recruitment von Springer

Im Kampf um die Talente müssen sich heutzutage Unternehmen einiges einfallen lassen. Schwer umkämpft sind derzeit Menschen, die sich etwas genauer mit dem Computer auskennen, als ihn nur an- und ausschalten zu können.
Bei den Medien die Welt und Berliner Morgenpost hat man sich dabei etwas Cleveres ausgedacht. Man hat sich überlegt, die Programmierer dort anzusprechen, wo sie sich besonders Zuhause finden. Ich bin mehr oder weniger zufällig darauf gestoßen, als ich die Quellcodes der beiden Seiten wegen einer Contentproblematik verglich, die mir aufgefallen war. Ich dürfte aber einer der wenigen Menschen sein, die sich den Quellcode als Nichtprogrammierer auch mal ansehen. (mehr …)