Archiv für den Monat: August 2013

Computerkompetenz in der Schule

Ich habe zwei Kinder, die jetzt in die zweite Klasse gestartet sind. Ab der zweiten Klasse ist es auf dieser (öffentlichen) Schule möglich, dass die Kinder den Umgang mit einem Computer lernen. so ganz klassisch am PC mit Maus. Erst einmal der Umgang und dann langsam Weiter Richtung Präsentationen erstellen über mehere Schuljahre hinweg. Einmal die Woche zu zweit vor einem Rechner. Von Programmieren ist da z. B. noch nicht die Rede. Auch nicht bis zur sechsten Klasse. Ich finde das Angebot erst einmal trotzdem positiv. Aus dem Bekanntenkreis hab ich mitbekommen, wie in einer vierten Klasse eine Arbeit als Powerpoint-Präse verlangt wurde. Das ist dann im Zweifelsfall das fortgeschrittene Herbarium, welches früher meist die Mütter in letzter Sekunde für ihre Kinder aufklebten.
Jetzt kommt der Knackpunkt. Der Computerkurs wird mangels Eigenkompetenz im Lehrerkollegiat von extern an der Schule angeboten. Das ist natürlich nicht umsonst. Genauer gesagt kostet es 275 Euro pro Schuljahr. Sowas wie ein Stipendium dafür gibt es natürlich nicht. und so trennt sich einmal mehr die Spreu derer, die sich das vielleicht auch nur grad noch so für ihr Kind leisten können und derer, die schlichtweg das Geld dafür nicht aufbringen können. Für etwas, was im Unterricht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Zu Gast bei Herrn Raue

Ich war gestern Abend das erste Mal in meinem Leben in einem Restaurant mit zwei Sternen essen. Es war ein besonderer Abend für einen besonderen Anlass.  Es handelte sich um ein Restaurant von Tim Raue. Die Einrichtung ist asiatisch-minimalistisch.  Es sind nur wenige Tische. Die großen Fenster waren aufgrund der Hitze geöffnet und man hatte fast den Eindruck, auf der Straße zu sitzen. So konnte ich dem Treiben auf der Rudi-Dutschke-Straße zusehen. Bei 34 Grad war der Hauptkonsum von uns Wasser. Wir verbrauchten zu zweit drei Flaschen.  Das ist, angesichts der natürlich recht hohen Weinpreise eine günstige Alternative. Trotzdem probierte ich ein Glas von einem eigens für Tim Raue produzierten Rotwein aus der Pfalz. Unterschlagen möchte ich auch nicht den wundervollen Begrüßungscocktail, der eine süße Alternative zum Rieslingsekt meiner Begleitung darstellte.

Wir entschieden uns Beide für die Minimalvariante eines 4-Gänge Menüs. Ich will mich nicht in Einzelheiten zu den jeweiligen Gängen verlieren.  Es gab ein paar wundervolle Überraschungen, die man nicht aus der Karte herauslesen konnte. Jeder Gang ist für sich ein kleines Kunstwerk. Die Bedienung war ausgesprochen freundlich und versiert. So konnte sie auf Nachfrage nicht nur die genaue Herstellung einer vorab gereichten Knabberköstlichkeit sagen, sondern auch gleich, wie sie bei welcher Temperatur im Ofen hergestellt wurde. Das ich in einem Restaurant vorher gefragt werde, ob ich bestimmte Sachen nicht vertrage, würde ich mir auch sehr gern häufiger wünschen.  Angesichts des kleine Raumes war es angenehm ruhig, nicht wie beispielsweise das Borchardt´s von dem ich aus verschiedenen Gründenenttäuscht war. Die Foodblogger werden entsetzt sein, dass ich keinerlei Fotos vom Essen oder der Einrichtung geschossen habe. Ich hätte es als inadäquat empfunden. Alles in allem waren wir sehr zufrieden und sehr satt, […]